Schlafstörungen
Autor
OA Dr. med. Ercan Müldür
Medizinischer Experte
CO-AUTOR
Alexandra Musalek
Online-Redaktion
Viele kennen es: Man wälzt sich nachts im Bett herum und kann nicht schlafen. In der Regel ist das kein Grund zur Sorge. Häufen sich jedoch die Einschlafprobleme, kann sich das auf Dauer auf die Gesundheit, Leistungsfähigkeit sowie unser berufliches und soziales Leben auswirken. Halten die Probleme länger als einen Monat an, so sprechen Experten von einer Schlafstörung. Um diese zu bewältigen, gibt es einige Mittel und Maßnahmen wie z. B. eine gute Schlafhygiene, Entspannungstechniken sowie pflanzliche Arzneimittel wie die Tropfen von Passedan®, die das Extrakt der Passionsblume enthalten. Wie sich eine Schlafstörung bemerkbar macht und wann man einen Arzt aufsuchen sollte, erfährst Du hier.
Was sind Schlafstörungen?
Schlafstörungen bzw. Insomnie sind Ein- oder Durchschlafstörungen oder frühmorgendliches Erwachen und treten mindestens dreimal pro Woche über einen Zeitraum von ein bis drei Monaten auf (Definition nach ICD-10, ICSD-3). Meist äußern sich Schlafstörungen mit dem Gefühl, schlecht ein- oder durchzuschlafen oder man fühlt sich tagsüber vermehrt müde. Beide Beschwerden können aber auch gleichzeitig auftreten. Nahezu jeder Mensch leidet im Laufe seines Lebens an einer kurzfristigen Schlafstörungen, die für wenige Tage auftritt, insbesondere in stressigen und belastenden Situationen oder während einer körperlichen Erkrankung. Kurzfristig auftretende Beschwerden beim Schlafen sind vollkommen harmlos. Dauern sie allerdings länger an (drei bis vier Wochen), so müssen die Ursachen geklärt werden, die sowohl internen als auch externen Ursprung haben können. Schlafstörungen sind eine der am häufigsten auftretenden gesundheitlichen Beschwerden und betreffen mindestens zehn Prozent der Bevölkerung.
Jeder Mensch hat ein individuelles Schlafbedürfnis. Durchschnittlich schlafen wir sieben bis acht Stunden pro Nacht. Manche Erwachsene kommen jedoch auch mit sechs Stunden pro Nacht problemlos aus, während andere bis zu zehn Stunden Schlaf benötigen, um sich im Alltag fit zu fühlen. Im Alter verändert sich die Gesamtschlafdauer ein wenig. Ältere Erwachsene wachen beispielsweise nachts öfter auf, dafür halten sie tagsüber häufiger ein Nickerchen.
Für unsere körperliche und psychische Gesundheit ist ein ausreichender und qualitativ hochwertiger Schlaf notwendig. Denn Störungen des Schlafs wirken sich negativ auf die seelische Stabilität aus und können sogar psychiatrische Erkrankungen (z. B. Depressionen) zur Folge haben. Nicht nur unsere Psyche leidet unter Schlafstörungen, sondern auch unser Organismus. Unser Immunsystem wird geschwächt und Schlafstörungen gehören auch zu den möglichen Ursachen einer Zuckerkrankheit.
Welche Symptome gibt es bei Schlafstörungen?
Menschen mit Schlafstörungen bekommen keinen erholsamen Schlaf und sind tagsüber meist müde und abgeschlagen. Das kann daran liegen, dass man sehr lange braucht, um einzuschlafen oder nachts nicht durchschlafen kann, und daher zu wenig Schlaf bekommt. Aber auch regelmäßig zu früh wachzuwerden kann dafür sorgen, dass man sich über den Tag nicht ausgeruht fühlt.
Eine Schlafstörung liegt vor, wenn Betroffene mindestens dreimal pro Woche und mehr als vier Wochen schlecht schlafen, sodass die Lebensqualität beeinträchtigt ist. Schlechter Schlaf kann sich auf den gesamten Alltag auswirken und beispielsweise dazu führen, dass Betroffene sich nicht mehr auf ihren Job oder auf ihre Hobbies konzentrieren können. Ihre Schlafstörung nimmt einen Großteil ihrer Gedankengänge ein.
Wie häufig sind Schlafstörungen?
Schlafstörungen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen. Etwa zehn Prozent der Menschen leiden an einer Schlafstörung. In Österreich leiden etwa acht Prozent der Bevölkerung zwischen 18 und 67 Jahren an einer Schlafstörung. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Darüber hinaus können sie in jedem Alter auftreten, sogar bei Kindern.
Schlafstörungen bei Jugendlichen
Hormonumstellungen in der Pubertät lösen häufig Schlafstörungen aus. Jugendliche sind abends und nachts meist aktiver. Wenn sie dann erst spät nachts zu Bett gehen und mittags noch in einem abgedunkelten Zimmer schlafen, kann ihre innere Uhr durcheinander kommen.
Damit Jugendliche nicht unter einer Schlafproblemen leiden, können regelmäßige Schlafenszeiten und eine gute Schlafhygiene hilfreich sein. So sollten Jugendliche Abends keine koffeinhaltigen Getränke zu sich nehmen, abends nicht rauchen oder mit dem Handy im Bett telefonieren oder schreiben. Sport sollte man vorzugsweise am frühen Abend treiben und nicht kurz vor dem zu Bett gehen.
Können Schlafstörungen vorgebeugt werden?
Leichte Ein- und Durchschlafstörungen können meist bereits mit kleinen Verhaltensänderungen behoben werden. Folgende Tipps können zu einem guten Schlaf beitragen:
- Esse abends nur leichte Kost und möglichst einige Stunden vor dem Schlafengehen
- Sorge für einen Schlafrhythmus, indem Du regelmäßig zur selben Zeit schlafen gehst
- Bewege Dich tagsüber ausreichend, vermeide es jedoch kurz vor deiner Schlafenszeit Sport zu treiben
- Verwende nicht Deinen Laptop oder Handy im Schlafzimmer
- Vor dem Einschlafen solltest Du helles Licht vermeiden, da es die Ausschüttung von Melatonin (Schlafhormon) stoppt
- Dein Nachmittagsnickerchen sollte nicht zu spät stattfinden
- Konsumiere keinen Alkohol, Koffein oder Nikotin
- Schlafritual: Entspannungsübungen oder Meditation können Dir dabei helfen, besser ein- und durchzuschlafen
Sind diese Tipps nicht hilfreich, solltest Du Dir professionelle Hilfe suchen. Am besten sprichst Du mit Deinem Hausarzt, der Dir gegebenenfalls Medikamente verschreiben oder Dich weiterleiten kann, z. B. in eine psychologische Praxis oder ins Schlaflabor.
Welche Ursachen haben Schlafstörungen?
Für Schlafstörungen kann es viele Ursachen geben. Grundsätzlich wird zwischen körperlichen und psychischen Ursachen, sowie Umweltfaktoren und Verhaltensfaktoren unterschieden.
Was sind physische Ursachen für Schlafstörungen?
Physische Ursachen für Schlafstörungen können unter anderem sein:
- Schnarchen
- Schlafwandeln
- Schmerzen
- Hitzewallungen (z. B. in den Wechseljahren)
- Nächtlicher Harndrang
- Zähneknirschen (Bruxismus)
- Schlafapnoe (nächtliche Atemstillstände)
- Restless-Legs-Syndrom (Unruhe in den Beinen)
Welche psychischen Ursachen gibt es für Schlafstörungen?
Es können auch psychische Ursachen und Erkrankungen eine Schlafstörung verursachen:
- Sorgen und Stress
- Belastende Lebensereignisse (z. B. eine Trennung, schwere Erkrankung)
- Depressionen
- Angststörungen
- Zwangsstörungen
- Anpassungsstörungen an Stress
- Schizophrenie
- Bestimmte Psychopharmaka, wie z. B. Antidepressiva (SSRI, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer)
Welche Krankheiten gibt es, die Schlafstörungen auslösen können?
Es gibt auch einige organische Krankheiten, die Schlafstörungen verursachen. Dazu gehören unter anderem:
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. zu hoher Blutdruck bzw. Hypertonie)
- Schilddrüsenüberfunktion
- Erkrankungen der inneren Organe (z.B. Magen, Darm, Leber, Nieren)
- Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma, Bronchitis)
- Chronische Schmerzen (z. B. Kopfschmerzen)
- Gesteigerte Müdigkeit als ein Symptom von z. B. Morbus Parkinson oder Chronic-Fatigue-Syndrom
- Entzündungen von Gelenken (Rheuma)
- Entzündungen von Weichteilen (Weichteilrheumatismus)
Welche weiteren Ursachen für Schlafstörungen gibt es?
Neben den körperlichen und psychischen Ursachen gibt es auch noch Umweltfaktoren oder Verhaltensfaktoren, die eine Schlafstörung auslösen können. Zu den äußeren Faktoren gehören etwa:
- Jahreszeitwechsel
- Schichtarbeit
- Stress
- Lärm
Umweltfaktoren sind besonders belastend, da sie von der betroffenen Person meist nicht beeinflusst werden können.
Zu den Verhaltensweisen, die schlecht für unseren Schlaf sind, gehören z. B.:
- Erhöhter Konsum von Alkohol, Drogen oder Koffein
- Ungeregelter Schlaf-Wach-Rhythmus
- emotional oder kognitiv stimulierende Aktivitäten vor dem zu Bett gehen
Im Gegensatz zu Umweltfaktoren, lassen sich Verhaltensfaktoren beeinflussen. Ändern wir unser Verhalten, so kann die Schlafstörung verschwinden. Insbesondere der übermäßige Konsum von Alkohol lässt sich vermeiden. Auch wenn einige Menschen unter Alkoholeinfluss schnell einschlafen, sorgt der Alkohol für einen unruhigen und weniger erholsamen Schlaf.
Wie können Schlafstörungen behandelt werden?
Es gibt eine Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten für Schlafstörungen. So gibt es einige Therapieansätze (z. B. kognitive Verhaltenstherapie), Arzneimittel, aber auch Hausmittel wie z. B. Kamillentee können helfen.
Welche Therapieansätze bei Schlafstörungen gibt es?
Häufig sind Stress und eine ungesunde Lebensweise die Hauptursache für Schlafstörungen. Leichte Schlafstörungen können meist schon durch kleine Veränderungen des Lebensstils und der Schlafhygiene gebessert werden. Zunächst solltest du versuchen mit Hausmitteln, rezeptfreien pflanzlichen Arzneimitteln, Entspannungsübungen und einer guten Schlafhygiene Deinen Schlaf zu verbessern. Wenn du damit nicht erfolgreich bist, solltest du einen Arzt aufsuchen.
Beliebte Heilpflanzen, die eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung haben sind unter anderem:
- Passionsblume
- Baldrian
- Melisse
- Hopfen
- Echter Lavendel
- Johanniskraut
Heilpflanzen können in Form von Tees und Auszügen, Tabletten, Kapseln oder Tinkturen eingesetzt werden. Es gibt aber auch spezielle Schlaftees, die mehrere Heilpflanzen enthalten und deren beruhigende Eigenschaften kombinieren. Weitere Möglichkeiten zur Beruhigung sind Entspannungsbäder oder Kräuterkissen mit schlaffördernden Heilpflanzen. Auch ein Schlummertrunk wie eine heiße Milch mit Honig am Abend ist beliebt, um sich auf sanfte Weise auf die Nacht einzustimmen.
Unser Körper reagiert auf Stress, indem er mehr Hormone wie Cortisol und Adrenalin ausschüttet. Um stressbedingten Schlafstörungen vorzubeugen, wird empfohlen, regelmäßig Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung oder autogenes Training zu erlernen und anzuwenden. Diese Methoden können helfen, das Einschlafen zu erleichtern, aber bei Durchschlafproblemen haben sie nicht viel Wirkung. Yoga, Achtsamkeit, Meditation, Tai-Chi, Qi Gong oder Massagen können auch dazu beitragen, Stress abzubauen und den Körper zu beruhigen. Studien haben gezeigt, dass progressive Muskelentspannung und autogenes Training besonders wirksam bei der Behandlung von Schlafstörungen sind.
Wenn natürliche Hausmittel, Entspannungstechniken, Maßnahmen für eine bessere Schlafhygiene und Schlafrituale Deinen Schlaf nicht verbessern, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Insbesondere wenn die Schlafprobleme mindestens dreimal pro Woche über einen Zeitraum von vier Wochen andauern und mit Tagesmüdigkeit einhergehen. Der Arzt wird Dich bezüglich deiner Ein- und Durchschlafprobleme untersuchen und eine individuelle Therapie empfehlen, sobald eine Diagnose gestellt wurde. Gegebenenfalls verschreibt er Dir ein Schlafmittel (z. B. Benzodiazepine und Z-Substanzen bzw. Benzodiazepin-Rezeptor-Agonisten). Diese dürfen aber häufig nur für eine begrenzte Zeit eingenommen werden, da es eine Vielzahl an Nebenwirkungen gibt und diese Medikamente schnell abhängig machen.
Welche Arten von Medikamenten werden zur Behandlung von Schlafstörungen angewendet?
Medikamente kommen erst infrage, wenn Hausmittel oder Verhaltensänderungen nicht den gewünschten Effekt erzielt haben. Darüber hinaus solltest Du zum Arzt gehen, wenn die Schlafstörungen länger andauern. Für eine Selbstmedikation mit rezeptfreien Arzneimitteln (über einen kurzen Zeitraum), kannst du dich in der Apotheke beraten lassen.
Verschreibungspflichtige Medikamente enthalten oft Benzodiazepine als Wirkstoffe. Patienten sollten diese Medikamente nur kurzzeitig und nur unter genauer ärztlicher Überwachung einnehmen, da sie schnell abhängig machen können. Darüber hinaus können diese Schlafmittel einen starken Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit und die psychosozialen Fähigkeiten haben. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Ärzte Beruhigungsmittel bei Schlafstörungen verschreiben. Diese Medikamente werden auch häufig zur Behandlung von Depressionen oder Psychosen eingesetzt.
Welche alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt es zur Behandlung von Schlafstörungen?
Weitere alternative Behandlungsmöglichkeiten sind:
- Meditation
- Atemübungen
- Sanfte körperliche Bewegungen zur Entspannung: z. B. abendliche Spaziergänge, Tai-Chi, leichte Yogaübungen
Welche Tipps gegen Schlafstörungen gibt es?
Bei leichten Schlafstörungen können ganz einfache Mittel helfen, ohne dass man in den Medikamentenschrank greifen muss. Viele Menschen bedenken nicht, wie wichtig eine gute Schlafhygiene ist. Die Schlafhygiene umfasst alles, was dafür sorgt, dass man sich im Schlafzimmer und Bett wohlfühlt. Das beinhaltet eine gute Matratze, gemütliche Bettwäsche, ein großes Bettgestell, eine beruhigende Einrichtung und eine angenehme Temperatur. Aber auch bestimmte Rituale am Abend vor dem zu Bett gehen können dabei helfen, dass man besser schläft. So kann man bestimmte Entspannungstechniken anwenden (z. B. Yoga, Ruhebilder, autogenes Training) aber auch pflanzliche Mittel wie die Passionsblume, Baldrian, Johanniskraut oder Hopfen können helfen. Darüber hinaus sollte man vorm Schlafengehen die Lichter dämmen, damit die Melatonin-Produktion nicht gehemmt wird.
- Entspannungstechniken wie Yoga, autogenes Training, Ruhebilder und Fantasiereisen
Können Hausmittel bei Schlafstörungen behilflich sein?
Es gibt auch einige Hausmittel, die einen beruhigenden Effekt haben und so bei Schlafstörungen helfen können. Dazu gehören etwa ein Glas warme Milch, oder ein Kamillen- oder Baldriantee. Aber auch ein warmes Bad, eine warme Dusche oder ein warmes Fußbad können den Körper und den Geist von Stress befreien, damit man ruhig und entspannt ins Bett gehen kann.
Wie wirkt sich Passedan® auf den Schlaf aus?
Passedan® ist ein pflanzliches Arzneimittel, das einen Extrakt aus der Passionsblume, die bereits seit Jahrhunderten für ihre Schlaffördernde Wirkung bekannt ist, enthält. Die Passionsblume sorgt für eine innere Ruhe und Ausgeglichenheit, wodurch das Einschlafen erleichtert wird. Des Weiteren verbessern die Tropfen von Passedan® den normalen Schlafablauf. Nicht nur der nächtliche Schlaf wird durch Passedan® verbessert, sondern man fühlt sich auch tagsüber entspannter und ruhiger.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Kurzfristige Schlafstörungen treten bei fast jeden Menschen auf und sind im Normalfall auch kein Grund zur Sorge. Bleiben die Beschwerden jedoch über mehrere Wochen bestehen und treten mindestens dreimal pro Woche auf, so sollte die Ursache von einem Arzt abgeklärt werden.
Welche Warnzeichen bei Schlafstörungen gibt es?
Grundsätzlich gilt ein beeinträchtigter Schlaf als Schlafstörung. Das kann sich in Form von Ein- oder Durchschlafstörungen bemerkbar machen. Eventuell wacht man trotz rechtzeitigem Zubettgehens morgens viel früher auf oder fühlt sich nicht erholt, weil man zu lange fürs Einschlafen braucht oder nachts mehrmals aufwacht und nicht wieder einschläft. Schlafwandeln, nächtliche Atemaussetzer, Schnarchen oder Bewegungen der Extremitäten werden auch zu Schlafstörungen gezählt. Darüber hinaus können Schlafstörungen den Alltag beeinträchtigen, da man sich z. B. aufgrund von übermäßiger Müdigkeit nicht konzentrieren kann.
Wann sind Schlafstörungen behandlungsbedürftig?
Bei langanhaltenden Schlafstörungen kann ein Gespräch mit dem Arzt sinnvoll sein. In der Regel sind die „Voraussetzungen“ für eine Schlafstörungen, dass diese länger als vier Wochen andauern und in der Woche mindestens dreimal auftreten. Der Arzt kann bei einer Untersuchung feststellen, ob psychische oder organische Erkrankungen die Ursache für die Schlaflosigkeit sind und entsprechend einen Behandlungsplan erstellen.
Zu welchem Arzt sollte man gehen?
Bei Verdacht auf eine Schlafstörung solltest Du Deinen Hausarzt zu Rat ziehen. Dieser kann die Ursache feststellen und dir gegebenenfalls Tipps geben, wie Du Deine Schlafqualität verbessern kannst. Unter Umständen kann er Dir auch Medikamente zum Durchschlafen verschreiben. Da eine Schlafstörung häufig auch psychische Ursachen hat, solltest Du eventuell die Meinung eines Psychologen in Betracht ziehen.
Wie werden Schlafstörungen diagnostiziert?
Für den behandelnden Arzt kann es hilfreich sein, wenn Du ein Schlaftagebuch führst, damit er die möglichen Auslösern für Deine Schlafprobleme finden kann. Dafür notierst Du Dir wie dein Schlaf war und was an diesen Tagen passiert ist. So können Zusammenhänge und Muster erkannt werden. Ärzte setzen solche Aufzeichnungen auch ein, um die Schwere der Schlafstörung besser einordnen zu können.
Der Hausarzt wird ein ausführliches Untersuchungsgespräch mit Dir durchführen. Dabei wirst Du nach Deinen Beschwerden, Gewohnheiten und Hinweisen für mögliche Ursachen (Medikamente, koffeinhaltige Getränke, Alkohol, Drogen, etc.) gefragt. Neben der körperlichen Untersuchung nimmt der Arzt auch Blut ab, damit er abklären kann, ob eine Erkrankung die Schlafprobleme verursacht. Ist dies der Fall, so muss diese zuerst behandelt werden. Wenn ein Verdacht auf weitere Probleme, wie etwa nächtliche Atemstörungen oder Beinbewegungen den Schlaf stören, so kann eine Untersuchung im Schlaflabor infrage kommen.
Welche Untersuchungen bei Schlafstörungen gibt es?
Es gibt einige Untersuchungen bei Schlafstörungen, dazu gehören z. B.:
- Anamnese
- Schlaftagebuch
- Polysomnographie
Es handelt sich hierbei um ein Standarduntersuchungsverfahren, bei dem während des Schlafs verschiedene Körperfunktionen gemessen werden, um spezielle Schlafstörungen abzuklären. Die Polysomnographie wird in Schlaflaboren durchgeführt. Die Patienten sind dabei ein bis zwei Nächte an vielen Messgeräten angeschlossen.
Hier wird unter anderem folgendes erfasst:
- Augenbewegungen (Elektrookulographie, kurz: EOG)
- Muskelspannung (Elektromyographie, kurz: EMG)
- Hirnstrombild (Elektroenzephalographie, kurz: EEG)
- Herzrhythmus (Elektrokardiogramm, kurz: EKG)
- Sauerstoffgehalt des Blutes (Pulsoxymetrie)
- Atemfluss über Mund und Nase
- Körpertemperatur
- Schnarchen
- Atem- und Beinbewegungen
- Körperlage
Passedan®-Tropfen: Tropfen zum Einnehmen. Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker. Die Anwendung dieses traditionellen pflanzlichen Arzneimittels bei nervöser Unruhe und bei Einschlafstörungen beruht ausschließlich auf langjähriger Verwendung.
Quellen:
https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/insomnie/diagnostik
https://www.sorglos-schlafen.de/schlafstoerungen/arten/
https://focus-arztsuche.de/magazin/symptome/schlafstoerungen-ursachen-und-behandlung#tocHeadline-3
https://www.sbk.org/magazin/schlafstoerungen-das-koennen-sie-dagegen-tun/
https://www.schwabe.at/passedan/
https://www.gesundheitsinformation.de/schlafprobleme-und-schlafstoerungen-insomnie.html
